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Förderung IT Infrastruktur Ringheiligtum Pömmelte

 

 

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Planungsgrafik Touristisches Informationszentrum Ringheiligtum Pömmelte (© sußmann+sußmann)

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 Planungsgrafik Touristisches Informationszentrum Ringheiligtum Pömmelte (© sußmann+sußmann)

 

 Dieses Projekt wird gefördert und unterstützt von:

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Das Ringheiligtum Pömmelte ist binnen kürzester Zeit zu einer touristischen Attraktion in Sachsen-Anhalt geworden. Das etwa 10.000 qm große Areal wurde seither infrastrukturell und touristisch immer weiter erschlossen. Die steigenden Besucherzahlen und das wachsende regionale wie überregionale Interesse bestärken den Salzlandkreis wie auch seine Projektpartner, den Standort in Zukunft weiterzuentwickeln. Mit dem Bau des Touristischen Informationszentrums soll es gelingen, die Attraktivität des Standortes zu erhöhen und das Wissen rund um die ca. 4000 Jahre alte Kreisgrabenanlage besucherfreundlich zu vermitteln. 

Das geplante Informationszentrum am Ringheiligtum Pömmelte ist aus einem durch den Salzlandkreis initiierten Architektenwettbewerb hervorgegangen. Es ist ein multifunktionales Gebäude, welches sich u. a. durch seine Lehmbauweise abheben wird. Der Planungsentwurf stammt vom Architekten- und Ingenieursbüro sußmann + sußmann aus Magdeburg.

Das Ringheiligtum Pömmelte soll auch weiterhin als fester Bestandteil in die Tourismus- und Bildungslandschaft des Landkreises integriert werden. Dank der Förderung der Bundesbauftragten für Kultur und Medien und der Förderung des Landes Sachsen-Anhalt wird das Gebäude mit einer modernen Informations- und Kommunikationstechnik ausgestattet. So kann es zukünftig gelingen, regionale wie überregionale Partner und Akteure zu vernetzen sowie Angebote und Informationen transparent und zielgruppenspezifisch abzubilden. 

 

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DAS RINGheiligtum Pömmelte

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Mit der Entdeckung des Ringheiligtums Pömmelte/Zackmünde südlich der Landeshauptstadt Magdeburg liegt erstmalig ein rituell-religiöses Bauwerk der Schnurkeramik- und Glockenbecherkultur und der Aunjetitzer Kultur in Mitteleuropa vor, das Rückschlüsse auf das Weltbild und die Glaubenswelt dieser für die Entwicklung Europas so entscheidenden Epoche zulässt.

Bereits 1991 wurde die prähistorische Kreisgrabenanlage bei Pömmelte/Zackmünde durch Flugprospektion entdeckt und in den Jahren 2005 bis 2008 in einem Kooperationsprojekt zwischen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt ausgegraben. Zu Tage trat ein komplexer, in konzentrischen Kreisen angeordneter Ritualort, der in etwa aus derselben Zeit datiert wie das berühmte englische Stonehenge-Monument.

Am Originalstandort und im Auftrag des Salzlandkreises wurde die Anlage in den Jahren 2013 bis 2017 rekonstruiert. Sie besteht aus sieben ineinander liegenden Ringen, kreisförmig errichteten Holzpalisaden, Erdwällen und Gräben. Durchbrochen werden diese von Toren, die von uralten Jahresfesten zeugen.

Seit der Eröffnung im Jahr 2016 erleben etwa 25.000 Besucherinnen und Besucher jährlich die kulturelle, astronomische und archäologische Bedeutung des Ringheiligtums. An die Rituale der steinzeitlichen Menschen erinnern heute farbige Palisadenstämme mit mythischen Symbolen und reliefartig herausgeschnitzten Totenköpfen. Eine 9 Meter hohe Aussichtsplattform bietet dabei einen perfekten Überblick über das ca. 10.000 Quadratmeter große Areal. Die orginialen Grabungsfunde können im Salzlandmuseum in Schönebeck bestaunt werden. 

News 

 

07.09.2021: Befreit von der Holzschale - Lehmbau 2.0
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Pressemitteilung des Salzlandkreises: Seit Juli haben gut 50 Freiwillige 130 Tonnen Lehm in eine hölzerne Schalung gestampft. Zeitgemäße Architektur, gebaut fast wie zu Opas Zeiten und tausende Jahre zuvor: mit viel Körpereinsatz und den Baustoffen, die die Natur bereithält. Das längliche Gebäude steht direkt auf der frühbronzezeitlichen Mega-Siedlung vor den Toren des Ringheiligtums Pömmelte und wird nach seiner Fertigstellung als Besucherzentrum dienen. Jetzt wurden die Lehmwände von der Holzschale befreit, sie dürfen langsam trocknen, bevor das Flachdach aus Beton aufgesetzt wird. [...] Die Besucher aus aller Welt können ab Herbst 2022 mit einem Besucherzentrum am Ringheiligtum Pömmelte empfangen werden. Das Besondere an diesem Bau: Lehm spielt hier die tragende Rolle. 130 Tonnen Lehm wurden über den Sommer für die Wände verbaut. Nach der Kapelle der Versöhnung in Berlin, fertig gestellt im Jahr 2000, kann nun auch Mitteldeutschland, das für sein traditionelles Lehmbauerbe weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist, mit einer zeitgemäßen Umsetzung der traditionellen Lehmbautechnik aufwarten. Bis Ende der 1950er Jahre war in Mitteldeutschland das Bauen mit Lehm weit verbreitet. Abertausende Gehöfte und kleinere Höfe, aber auch stattliche Wohnhäuser, später Mehrfamilien- und Reihenhäuser und öffentliche Bauten wurden mit massiven Wänden aus Lehm errichtet. Solche Bauvorhaben konnten vor allem durch die Mithilfe und Eigenleistung der späteren Besitzer und in Gemeinschaftsleistung umgesetzt werden.

Auch der Bau in Pömmelte wäre ohne das Engagement und das beherzte Handeln aller Beteiligten nicht zu realisieren gewesen. Der Salzlandkreis als Bauträger hat sich bewusst für den zukunftsweisenden Architekturentwurf des Büros sußmann + sußmann, Magdeburg, entschieden. Schon die stein- und bronzezeitlichen Gebäude am Ringheiligtum wurden vor 4.000 Jahren mit Lehm und Holz erbaut. Die Stampflehmtechnik, bei der lagenweise erdfeuchter Lehm in eine hölzerne Schalung gefüllt und verdichtet wird, ist in Mitteldeutschland seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert verbreitet und wird bevorzugt in der modernen Architektur wieder angewandt. Dank des unermüdlichen Einsatzes des Dachverband Lehm e.V. ist ein Stampflehmbau auch heute wieder genehmigungsfähig. Der Fachverband erarbeitet seit über 20 Jahren neue DIN-Normen, Richtlinien und Qualitätsstandards für den Lehmbau; und engagiert sich in der Weiterbildung für Fachhandwerker. So wurde auch die Baustelle in Pömmelte dazu genutzt, bereits zertifizierte Lehmbauer im Stampflehmbau weiterzubilden. Denn die Nachfrage nach Lehmbauten boomt. Kein anderer Baustoff ist so nachhaltig, energiesparend und gleichzeitig wohngesund wie Lehm. Auch deshalb konnten wohl über einen Aufruf der GOLEHM-Initiative, die sich für den Lehmbau in Mitteldeutschland engagiert, knapp 50 freiwillige Helfer für den schweißtreibenden Einsatz in Pömmelte gewonnen werden. Studierende der Architektur, Denkmalpflege und Ingenieurswissenschaften haben hier über neun Wochen mit interessierten Laien und Profis die Wände hochgezogen; unter der Anleitung von Hubert Heinrichs, einem  erfahrenen Experten in Sachen Stampflehmbau. Er war schon 2007 mit der Rekonstruktion der römischen, zweigeschossigen Handwerkerhäuser im Archäologischen Park Xanten (Nordrhein-Westfalen) betraut.

Heute wurden im Beisein des Landtagspräsidenten Dr. Gunnar Schellenberger die Lehmwände von der Schalung befreit. Die einzelnen Stampflagen von gut 10 Zentimeter Höhe zeichnen sich ganz deutlich ab, die leicht unterschiedliche Färbung des Lehms strukturiert den Monolith. Die Wand ist nicht nur klimafreundlich, sondern auch ästhetisch ansprechend. Doch bevor sie endgültig bestaunt werden kann, wird sie die nächsten zwei Monate luftdurchlässig eingerüstet, damit sie trocknen und die Last des Betondachs für die nächsten 500 Jahre tragen kann.

 

Beteiligte Firmen:

Bauträger: Salzlandkreis
Architektenleistung: sußmann + sußmann, Magdeburg
Tragwerkplanung, Fachplanung Lehmbau: ZRS Ingenieure, Berlin
Ausführung Lehmbau: Zimmerei Heinrichs, Hiddenhausen

 

 

24.06.2021: Grundsteinlegung am Ringheiligtum Pömmelte
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Pressemitteilung des Salzlandkreises: Der Keller steht, die Umrisse des späteren Vorplatzes sind bereits erkennbar. Nun ist auch die offizielle Grundsteinlegung für das neue Touristeninformationszentrums am Ringheiligtum Pömmelte vollzogen. Landrat Markus Bauer, Kulturstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger, Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Wünsch sowie Landesarchäologe Prof. Dr. Harald Meller griffen dafür am Donnerstag symbolisch zur Maurerkelle.

 

24.08.2020: Überreichung des IT-Fördermittelbescheides
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Pressemitteilung des Salzlandkreises: Außen traditionell, innen hochmodern – so wird künftig das Touristeninformationszentrum am Ringheiligtum aussehen. Die finanziellen Voraussetzungen liegen jetzt komplett vor. Landrat Markus Bauer nahm am Montagnachmittag den Fördermittelbescheid für die geplante IT-Ausstattung von Kulturstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger entgegen. Die Gesamtsumme der Förderung beträgt 750.000 Euro. Die Fördermittel stammen von der Bundesbeauftragen für Kultur und Medien sowie vom Land Sachsen-Anhalt.

Landrat Markus Bauer dankte den Fördermittelgebern für die große Unterstützung. Er ist überzeugt, dass der Neubau die Erlebnismöglichkeiten am Ringheiligtum enorm erweitern wird. „Die multimedialen Möglichkeiten sind ungeahnt und werden überraschen. Mit dem Touristeninformationszentrum wollen wir alle Alters- und alle Interessengruppen erreichen.“ Der Neubau könne somit dazu beitragen, die Verweildauer der Besucher im Salzlandkreis zu erhöhen, so Markus Bauer. „Davon profitiert dann die Region als Wirtschaftsstandort.“ Kulturstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger sagte bei der Übergabe, die bisherigen Besucherzahlen belegen die Anziehungskraft der mittlerweile als „deutsches Stonehenge“ bekannten Rekonstruktion der Jahrtausende alten Kultstätte. Rund 110.700 Besucher zählte der Salzlandkreis als Träger der Anlage. „Das neue Touristeninformationszentrum wird zu einer zeitgemäßen und ansprechenden Vermittlung unserer Geschichte beitragen“, sagte der Kulturstaatssekretär. Das Land unterstütze gern das Vorhaben am Ringheiligtum, das mittlerweile Teil der überregional bedeutenden touristischen Route „Himmelswege“ ist. In den kommenden Wochen wird das Fundament für das Touristeninformationszentrum gelegt, im nächsten Jahr soll dann der Lehmbau erfolgen. Sobald das Gebäude steht, geht es dann an den Innenausbau samt modernster IT-Ausstattung. Die Konzepte dazu werden aktuell vom Salzlandkreis erarbeitet. Für Besucher geöffnet werden soll der Neubau spätestens Anfang 2022. Der Salzlandkreis betreibt und entwickelt die einmalige touristische Anlage in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie. Erst vor Kurzem erfolgte der erste Spatenstich für ein Touristeninformationszentrum.

 

22.07.2020: Spatenstich am Ringheiligtum Pömmelte
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Pressemitteilung des Salzlandkreises: Für den zukünftigen Bau des Touristischen Informationszentrums kamen am Mittwoch, den 22.07.2020 Landesarchäologe Prof. Harald Meller, Kulturstaatssektretär Dr. Gunnar Schellenberger, Landrat Markus Bauer und Landeswirtschaftsminister Prof. Armin Willingman zum symbolischen Spatenstich am Ringheiligtum Pömmelte zusammen. 

ANSPRECHPARTNER

undefinedFrau Nora Beyer 
undefinedTel.: 03471 684-1518
undefined E-Mail: nbeyer@kreis-slk.de

Weitere Informationen und Links 

Weitere Informationen zum Ringheiligtum Pömmelte, zu den Stationen der archäologischen Tourismusroute Himmelswege sowie zur Welt der Himmelsscheibe von Nebra erhalten Sie auf den folgenden Seiten: 

 

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